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Kopfschmerzen – die verschiedenen Formen

Kopfschmerzen kennt wohl jeder – selbst Kinder! 70 % der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland leiden regelmäßig unter Kopfschmerzen. Im Berufsleben sind Kopfschmerzen eine starke Belastung. Viele Menschen fühlen sich durch Kopfschmerzen bei ihren Tätigkeiten eingeschränkt und jeden Tag können in Deutschland etwa 100.000 Menschen wegen ihrer Migräne nicht einmal das Bett verlassen. Kopfschmerzen kann man aber gut vorbeugen. Wenn man versteht, wie Kopfschmerzen entstehen, kann man ihre Auslöser oft vermeiden.

Die drei häufigsten Kopfschmerzarten:

  1. Kopfschmerzen vom Spannungstyp treten anfallsweise oder sogar täglich (chronisch) auf, sind meist beidseitig vorhanden und dumpf, drückend. Sie fühlen sich an wie ein viel zu enger Helm, der auf den Kopf drückt. Körperliche Aktivitäten wie Gehen oder Treppensteigen verschlimmern die Schmerzen nicht – im Gegenteil: durch Bewegung an der frischen Luft werden die Schmerzen in der Regel weniger.

  2. Eine Migräneattacke dauert zwischen 4 und 72 Stunden und äußert sich durch einseitige, pochende oder pulsierende Schmerzen. Hinzu kommen häufig Brechreiz, Übelkeit und Licht- und Lärmempfindlichkeit. Durch körperliche Aktivitäten werden die Schmerzen verstärkt. So bleibt dem Betroffenen oft nichts anderes übrig, als in einem abgedunkelten Raum zu liegen, bis die Attacke vorüber ist.

  3. Der sogenannte Medikamentenübergebrauchskopfschmerz ist die Folge einer zu häufigen Einnahme von Kopfschmerzmedikamenten (an 10 oder mehr Tagen im Monat). Es entstehen immer mehr Kopfschmerzepisoden, was eine immer häufigere Einnahme von Kopfschmerzmitteln nach sich zieht. Bleibt der Medikamentenübergebrauchskopfschmerz unbehandelt, kann er sich zu einem Dauerkopfschmerz entwickeln.

Bei wiederkehrenden Kopfschmerzen sollte unbedingt eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Um den Kopfschmerz richtig zu behandeln, muss die Ärztin oder der Arzt erkennen können, um welche Kopfschmerzart es sich handelt. Bei der Diagnose kann ein sogenanntes „Kopfschmerztagebuch“ von großer Hilfe sein. In seinem Kopfschmerztagebuch sollte der Patient folgende Fragen beantworten: Wie lange dauerte der Kopfschmerz (Datum und Uhrzeit)? Wie stark waren die Schmerzen? Wo war der Schmerz im Kopf lokalisiert? Gab es Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Lärmempfindlichkeit? Bei welcher Aktivität ist der Kopfschmerz aufgetreten? Wurden Medikamente zur Behandlung eingenommen, und wenn ja: wie war ihre Wirkung?

Um Kopfschmerzen vorzubeugen, kann man einiges tun. Ein ausgeglichener Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten und genug Flüssigkeitszufuhr, genügend erholsamem Schlaf, ausreichender Bewegung und Pausen ist für Kopfschmerzbetroffene wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und Seminare zur Stressbewältigung können ebenfalls unterstützen, damit Kopfschmerzen erst gar nicht entstehen.

Die BKK firmus hat im Rahmen des neuen Präventionsgesetzes die Realisierung von Aufklärungsvideos zu den Ursachen und der Prävention der wichtigsten Kopfschmerzarten unterstützt. Dabei herausgekommen sind Videos für zwei unterschiedliche Zielgruppen (Erwachsene & Kinder), die Sie nachfolgend ansehen können. Federführend bei der Planung und Umsetzung der Videos waren die Schmerz-Experten des Zentrums für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES gemeinnützige GmbH) und Prof. Dr. Dipl.-Psych. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel (www.schmerzklinik.de).

Erklärvideo für Erwachsene:

Erklärvideo für Kinder & Jugendliche:






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