Zum Hauptinhalt springen

Medizinischer Dienst

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen ist eine unabhängige Arbeitsgemeinschaft aller Krankenkassen.

Die Kranken- und Pflegekassen sind gesetzlich verpflichtet, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) mit Begutachtungen zu beauftragen, wenn es um wichtige Leistungsansprüche geht. Dies bedeutet zum Beispiel im Bereich der Pflegeversicherung, dass der MDK zu einer Pflegeperson fährt und sich ein Bild von der Pflegebedürftigkeit macht. Danach gibt der MDK den Krankenkassen die Information, ob der Patient in einen Pflegegrad (I - V) einzuordnen ist. Hiernach richtet sich die Kostenbeteiligung der Pflegekassen. Zudem beurteilt der MDK auch die Arbeitsunfähigkeit, Lohnfortzahlung und den Krankengeldbezug. Hier wird geprüft, ob die Arbeitsunfähigkeit aus medizinischer Sicht erforderlich ist. Der MDK arbeitet für alle Kranken- und Pflegekassen und ist damit unabhängig.

Der MDK hat folgende Tätigkeitsfelder:

  • als wichtigste Aufgabe: sozialmedizinische Begutachtungen durchführen,
  • Transparenz über das aktuelle medizinische Geschehen schaffen,
  • Hinweise für die Wertigkeit von Leistungen geben,
  • Orientierungsdaten für eine wirtschaftliche Leistungsgewährung liefern.


Der MDK soll der Verwaltung (also den Kranken- und Pflegekassen) Entscheidungshilfen geben. Große Bedeutung hat daher die Beratungsfunktion des MDK in allgemein medizinischen Fragen der gesundheitlichen Versorgung u.a. für Vertragsverhandlungen mit Leistungserbringern; gleichzeitig soll durch Einschaltung des MDK eine Qualitätssicherung/ -verbesserung erreicht werden.