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Geringfügig entlohnte Beschäftigung

Eine Beschäftigung gilt dann als geringfügig entlohnt, wenn das Bruttoarbeitsentgelt regelmäßig im Monat 450,00 EUR nicht übersteigt.

Der Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit ist dabei unerheblich.

Beispiel:

Ein Lebensmittelmarkt stellt am 10.06.2018 eine Aushilfe ein. Das monatliche Entgelt beträgt 450 EUR und wird in dieser Höhe bereits für den Monat Juli 2018 ausgezahlt.

Ab 10.06.2018 liegt eine kranken-, pflege- und arbeitslosenfreie geringfügig entlohnte Beschäftigung vor. Es besteht jedoch Rentenversicherungspflicht.


Ist die Beschäftigung allerdings auf einen Zeitraum von weniger als einem Zeitmonat begrenzt, wird ein anteiliger Monatswert wie folgt berechnet:

450 EUR ÷ 30 x Anzahl Kalendertage 

Beispiel:

In einem Architekturbüro wird eine berufsmäßig* tätige Aushilfe vom 05.06. bis 26.06.2018 benötigt. Das Entgelt beträgt 350 EUR.

Das Entgelt überschreitet die (anteilige) Entgeltgrenze von (450 EUR ÷ 30 x 22 Kalendertage =) 330 EUR. Die Aushilfe ist versicherungspflichtig. Es liegt auch keine versicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung vor, da die Aushilfe berufsmäßig beschäftigt ist.

 

* Berufsmäßige Beschäftigung 
Als berufsmäßig ist eine Beschäftigung immer dann anzusehen, wenn sie für den Arbeitnehmer von wirtschaftlicher Bedeutung ist. Siehe dazu auch "Kurzfristige Beschäftigung".