Page 7 - Mitgliedermagazin 4-2020
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 Wie erkennt man einen Diabetes?
Diabetes ist keine schmerzhafte Erkrankung und wird daher häufig erst spät bemerkt. Vor allem der Typ-2-Diabetes ver- ursacht lange Zeit keine Beschwerden. Doch es gibt Warnzei- chen, die auf eine Diabeteserkrankung hindeuten können.
Warum ist Diabetes gefährlich?
Sind die Blutzuckerwerte bei einem Diabetes schlecht ein- gestellt, drohen schwerwiegende Folgeerkrankungen. Denn dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte schädigen langfristig die Blutgefäße, die Nerven und verschiedene Organe. Menschen mit Diabetes erleiden beispielsweise vier- bis sechsmal häu- figer einen Schlaganfall oder Herzinfarkt als gesunde Men- schen. Oft treten bei Diabetespatienten auch Erkrankungen der Niere, Nervenstörungen oder Schäden an der Netzhaut auf, die bis zur Erblindung führen können. Eine typische Fol- geerkrankung des Diabetes ist auch das „diabetische Fuß- syndrom“, bei dem Nerven und Durchblutung an Beinen und Füßen nicht mehr richtig funktionieren. Im schlimmsten Fall kann diese Erkrankung eine Amputation notwendig machen. Außerdem kann der Stoffwechsel bei einem Diabetes auf ver- schiedene Arten aus der Bahn geraten: Es droht eine Über- zuckerung, Unterzuckerung oder gar ein lebensbedrohliches diabetisches Koma.
Gerade für Diabetespatienten sind daher regelmäßige Unter- suchungen beim Arzt wichtig, um mögliche Stoffwechselent- gleisungen und Folgeerkrankungen früh zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Auch das Messen und Über- prüfen des Blutzuckers gehört für Menschen mit Diabetes zum Alltag.
Wie lässt sich ein Diabetes behandeln?
Da Menschen mit einem Typ-1-Diabetes kein körpereigenes Insulin produzieren können, brauchen sie ihr Leben lang eine medikamentöse Insulin-Therapie. Für Patienten mit einem Typ-2-Diabetes gibt es spezielle Medikamente, die helfen, den Blutzuckerspiegel ins Lot zu bringen, beispielsweise Met- formin. Manchmal muss aber auch hier Insulin gespritzt wer- den. Menschen mit einem Typ-2-Diabetes können aber auch selbst viel dazu beitragen, um ihre Erkrankung in den Griff zu bekommen – indem sie sich regelmäßig bewegen, sich gesund und ausgewogen ernähren, auf Alkohol und Nikotin verzichten und überflüssige Pfunde reduzieren. Diese Maß- nahmen helfen übrigens auch bei der Prävention. Denn eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung trägt wesentlich dazu bei, dass ein Typ-2-Diabetes gar nicht erst entsteht.
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       Zu den Symptomen eines Typ-1-Diabetes gehören:
• Müdigkeit
• Häufiger Harndrang
• Starker Durst
• Gewichtsverlust
• Bauchschmerzen und Erbrechen
• Trockene Haut
• Auffälliger Geruch des Atems, der an faulige Äpfel
oder Nagellackentferner erinnert
    Typische Symptome eines Typ-2-Diabetes sind:
• Starker Durst
• Häufiges Wasserlassen
• Schlecht heilende Wunden
• Trockene, juckende Haut
• Müdigkeit, Abgeschlagenheit • Harnwegsinfekte
 Ob ein Diabetes vorliegt, kann der Arzt mithilfe eines Bluttests feststellen. Wichtig für die Diagnose sind Blutuntersuchun- gen, wie zum Beispiel die Messung des Nüchternblutzuckers, des Langzeitblutzuckers (HbA1c-Wert) sowie der orale Gluko- setoleranztest (OGTT), auch „Zuckerbelastungstest“ genannt.











































































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