Page 6 - Mitgliedermagazin 4-2020
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  Diabetes: Warum die
„Zuckerkrankheit“
so gefährlich ist
Bei Menschen mit Diabetes sind die Blutzuckerwerte erhöht. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, drohen schwere Folgeerkrankungen und Organschäden – zum Beispiel an Augen, Nieren oder dem Herzen.
In Deutschland leben derzeit mehr als sieben Millionen Menschen mit Diabetes. Dabei handelt es sich um eine chronische Er- krankung des Stoffwechsels: Der Blutzuckerspiegel der Betroffenen ist krankhaft erhöht. Deshalb wird Diabetes im Volksmund auch als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet. Die häufigsten Formen dieser Erkrankung sind Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2.
      Diabetes mellitus Typ 1:
Der Typ-1-Diabetes entwickelt sich meist schon im Kindes- oder Jugendalter. Bei Menschen mit dieser Erkrankung pro- duziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr und dadurch steigt der Blutzuckerspiegel. Grund dafür ist meist eine Fehl- reaktion des Immunsystems.
Diabetes mellitus Typ 2:
Der Großteil der Diabetespatienten hat einen Diabetes melli- tus Typ 2. Diese Erkrankungsform entwickelt sich schleichend. Der Körper produziert zwar Insulin, aber nicht genug davon, oder das Insulin kann seine Wirkung nicht richtig entfalten. So steigt auch beim Typ-2-Diabetes der Blutzuckerspiegel krank- haft an. Die Ursache dafür kann erblich bedingt sein. Aber auch Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bewegungsman- gel erhöhen die Gefahr einer Erkrankung. So sind etwa 80 bis 90 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland übergewichtig.

























































































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