Page 10 - Mitgliedermagazin 4-2020
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  Digitale Verwaltung von Gesundheitsdaten
Die elektronische Patientenakte
Nicht wenige halten sie für das „Kernstück“ in der Digitali- sierung des Gesundheitswesens: Die elektronische Patien- tenakte, kurz ‚ePA‘, soll die Behandlung von Patienten opti- mieren und überflüssige Doppeluntersuchungen vermeiden. Der Nutzer behält dabei zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über seine Daten und bestimmt selbst, wem er Zugriff dar- auf gewährt und wem nicht. Die Nutzung der ePA selbst ist freiwillig.
Mit Beginn des neuen Jahres haben BKK firmus–Versi- cherte die Möglichkeit, eine elektronische Patientenakte zu eröffnen. Bereitgestellt und finanziert wird sie von der BKK firmus, die allerdings keinen Zugriff oder Einsicht in die Akte hat.
Einzig der Versicherte entscheidet, ob er es seinem behan- delnden Arzt erlaubt, Dokumente in die ePA einzustellen. Dabei können folgende Unterlagen in der ePA abgelegt werden:
• Diagnosen & Befunde
• Röntgenaufnahmen
• Medikationspläne
• Therapiemaßnahmen
• Patientenbriefe
• Notfalldatensätze
• Impfausweis*
• Zahn-Bonusheft*
• Mutterpass*
(* = Funktion ab 2022 verfügbar)
Dadurch wird es in Zukunft behandelnden Ärzten problemlos möglich sein, Befunde, erfolgte Therapien und die gesund- heitliche Vorgeschichte von Versicherten lückenlos einzuse- hen ohne den Versicherten erneut untersuchen zu müssen. Durch die Möglichkeit, bestehende Medikationspläne in der ePA abzulegen, können negative Wechselwirkungen bei der Verschreibung weiterer Medikamente vermieden werden.
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